Wespenspinne (Argiope bruennichi). Rechtmehring, Oberbayern. 7/2021

Spinnentiere (Klasse Arachnida)

Die Spinnentiere (Arachnida, eingedeutscht: Arachniden oder Arachnoiden; altgriechisch ἀράχνη aráchnē – „Spinne“) sind eine Klasse der Gliederfüßer (Arthropoda) mit gut 100.000 bekannten Arten. Gemeinsam mit den Pfeilschwanzkrebsen bilden sie den Unterstamm der Kieferklauenträger (Chelicerata). Zu den Spinnentieren gehören die Webspinnen, aber auch Weberknechte, Skorpione, Pseudoskorpione und Milben (inklusive der ungeliebten Zecken).

Im Unterschied zu dem dreigliedrigen Körper der Insekten ist der Körper der Spinnentiere grob in zwei Teile gegliedert: Prosoma (Vorderleib) und Opisthosoma (Hinterleib). Diese Glieder können sowohl deutlich voneinander getrennt (z.B. Webspinnen, Skorpione) als auch miteinander verwachsen sein (z.B. Weberknechte, Milben).

Markantestes Merkmal aller Spinnentiere sind ihre vier Paar Laufbeine, was sie von den Insekten unterscheidet, die lediglich über drei verfügen. Allerdings haben die Larven vieler Milbenarten nur sechs Beine, und bei den Walzenspinnen dient das erste Beinpaar nicht der Fortbewegung, sondern zum Tasten. Weitere Extremitäten sind zu Werkzeugen wie Giftklauen, Scheren, Tastern oder Mundwerkzeugen umgebildet. Skorpione besitzen einen langen Schwanz mit Giftstachel. Die meisten Spinnentiere sind Jäger, die ihre Beute mit Gift töten.